NON PROFIT / SOZIALWIRTSCHAFT

Neuigkeiten und Informationen für Sie kompakt zusammengefasst

11.02.2014

E-Bilanz bei steuerbegünstigten Körperschaften

Das BMF hat mit Schreiben vom 19.12.2013 seine Auffassung präzisiert, wann gemeinnützige Körperschaften eine E-Bilanz einreichen müssen. Auf Grund der Übergangsfrist sind gemeinnützige Körperschaften ohnehin erst in 2016 für das Jahr 2015 bzw. für Wirtschaftsjahre die nach dem 31.12.2014 beginnen, betroffen.

Eine E-Bilanz ist nur für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, nur wenn die Einnahmen im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb über 35.000 Euro liegen und auch nur in den folgenden Fällen abzugeben:
1. die Körperschaft unterliegt der handelsrechtlichen Buchführungspflicht (z.B. gGmbH),
2. die Körperschaft unterliegt der steuerlichen Buchführungspflicht (Umsatz über 500.000 Euro oder Gewinn über 50.000Euro) und wurde vom Finanzamt aufgefordert Bücher zu führen,
3. die Körperschaft bilanzierte freiwillig.

Insbesondere bei umfangreicheren wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben sollte die Buchführung rechtzeitig so organisiert werden, dass eine einfache Erstellung der E-Bilanz möglich ist.



02.01.2014

Spendenbescheinigungen ab 2014

Mit Schreiben vom 7.11.2013 hat das Bundesministerium für Finanzen erneut die Muster für Zuwendungsbestätigungen (Spendenbescheinigungen) überarbeitet. Die neuen Muster sind spätestens ab Januar 2014 anzuwenden.
Auf der Webseite der Bayerischen Finanzverwaltung werden die aktuellen Formulare unter der Rubrik "Weitere Themen, Spenden" auch als als Word-Dateien zur Verfügung gestellt (www.finanzamt.bayern.de/Informationen/Formulare/).

Dabei ist für Körperschaften mit einer vorläufigen Bescheinigung folgendes zu beachten:
"Mit dem Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes vom 21. März 2013 (BGBl I Seite 556) wurde mit § 60a AO die Feststellung der satzungsmäßigen Voraussetzungen eingeführt. Nach § 60a AO wird die Einhaltung der satzungsmäßigen Voraussetzungen gesondert vom Finanzamt festgestellt. Dieses Verfahren löst die so genannte vorläufige Bescheinigung ab. Übergangsweise bleiben die bislang ausgestellten vorläufigen Bescheinigungen weiterhin gültig und die betroffenen Körperschaften sind übergangsweise weiterhin zur Ausstellung von Zuwendungsbestätigungen berechtigt. Diese Körperschaften haben in ihren Zuwendungsbestätigungen anzugeben, dass sie durch vorläufige Bescheinigung den steuerbegünstigten Zwecken dienend anerkannt worden sind. Die Bestätigung ist wie folgt zu fassen:

Wir sind wegen Förderung (Angabe des begünstigten Zwecks / der begünstigten Zwecke) durch vorläufige Bescheinigung des Finanzamtes(Name), StNr. (Angabe) vom (Datum) ab (Datum) als steuerbegünstigten Zwecken dienend anerkannt.

Außerdem sind die Hinweise zu den haftungsrechtlichen Folgen der Ausstellung einer unrichtigen Zuwendungsbestätigung und zur steuerlichen Anerkennung derZuwendungsbestätigung folgendermaßen zu fassen:

Wer vorsätzlich oder grob fahrlässig eine unrichtige Zuwendungsbestätigung erstellt oder veranlasst, dass Zuwendungen nicht zu den in der Zuwendungsbestätigung angegebenen steuerbegünstigten Zwecken verwendet werden, haftet für die entgangene Steuer (§ 10b Absatz 4 EStG, § 9 Absatz 3 KStG, § 9 Nummer 5 GewStG).

Diese Bestätigung wird nicht als Nachweis für die steuerliche Berücksichtigung der Zuwendung anerkannt, wenn das Datum der vorläufigen Bescheinigung länger als 3 Jahre seit Ausstellung der Bestätigung zurückliegt (BMF vom 15.12.1994 - BStBl I, S. 884)."


22.11.2013

Neues Reisekostenrecht ab 2014

Ab 1.1.2014 gilt ein neues steuerliches Reisekostenrecht. Dies ist auch für gemeinnützige Körperschaften relevant, wenn Arbeitnehmern, Mitgliedern oder insbesondere auch Vorständen Reisekosten erstattet werden. U.a. gibt es ab 2014 Änderungen hinsichtlich der Pauschalen für Verpflegungsmehraufwendungen. Über Details werden wir in einer Forums-Veranstaltung im März 2014 informieren.