NON PROFIT / SOZIALWIRTSCHAFT

Neuigkeiten und Informationen für Sie kompakt zusammengefasst

15.11.2016

Ausstellungsdokumentation: SURSUM CORDA – „Erhebung der Herzen“

Ausstellung vom 15. bis zum 20.11.2016 in der Landesvertretung Baden-Württemberg (Tiergartenstrasse 15, 10785 Berlin)

Fotos der künstlerischen Arbeiten von Stefan Maria Rother

Kuratorin Constanze Kleiner und Kurator Stephan von Wiese haben die Ausstellung zum Herbstempfang „SURSUM CORDA - Erhebung der Herzen“ konzipiert. Sie vereint fünf herausragende zeitgenössische künstlerische Positionen mit traditionellen religiösen Gemälden aus Flandern und Holland. Diese fünf historischen Bilder sind Leihgaben aus der SØR Rusche Sammlung, Oelde/Berlin.

Im Atrium bereits empfängt den Besucher eine den Raum öffnende Lichtinstallation von Otto Piene. An den Wänden hängen Günther Ueckers große Tücher und aufrüttelnde Schriftzeichen zum Thema der Gewalt. Karol Broniatowskis Skulpturen und Gouachen konfrontieren mit der Fragilität der Existenz des Menschen. Jan Knaps moderne Heiligenbilder verbinden malerisches Experiment und biblisches Geschehen. Alexandra Vogt zeigt in ihrer investigativen Foto-Edition die Schattenseite von religiöser Inbrunst, sind ein erschreckendes künstlerisches Zeugnis für pseudoreligiöse Indoktrination. In der Ausstellung verbinden sich kühne Vision, kritischer Appell und wegweisendes Experiment.

Die Ausstellung ist bis zum 20. November 2016 jeweils von 15:00 bis 20:00 Uhr zu sehen.

 

Die Ausstellung wird u.a. von Schomerus & Partner Berlin unterstützt.


07.11.2016

Herbstempfang des Erzbistums Berlin am 15. November 2016

Am 15. November 2016, 19:00 Uhr, lädt Erzbischof Dr. Heiner Koch zum zweiten Mal Repräsentanten aus Politik und Religion, aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie aus Kultur und Gesellschaft zum „Herbstempfang“ ein. Wortbeiträge, musikalische Gestaltung und eine eigens für den Empfang kuratierte hochkarätige Ausstellung greifen die Spiritualität und Aktualität des zu Ende gehenden Heiligen Jahres der Barmherzigkeit auf.

Schirmherrin der Veranstaltung ist Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks, deren Grußwort Dr. Martina Köppen, Leiterin des Katholischen Büros Berlin-Brandenburg, verlesen wird. Erzbischof Koch wird in seiner Begrüßung den Gedanken der Barmherzigkeit aufgreifen und auf das Heilige Jahr zurückblicken.

Grußworte ans Publikum richten Volker Ratzmann, Bevollmächtigter des Landes Baden-Württemberg beim Bund; Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien; Ilsegret Fink, evangelische Theologin und Pastorin; Prof. Dr. Almut Shulamit Bruckstein Çoruh, jüdische Denkerin und Autorin; Dr. Hermann Rudolph, Initiator der James-Simon Stiftung, ehemals Herausgeber des Tagesspiegel.

James Simon nämlich hat vor 100 Jahren an eben dem Ort der diesjährigen Veranstaltung, der Landesvertretung von Baden-Württemberg (Tiergartenstr. 15, 10785 Berlin), als großer jüdischer Philanthrop und großherziger Stifter den aktuellen Appell zur Barmherzigkeit beispielhaft vorgelebt.

Ausstellung und Herbstempfang werden u.a. von Schomerus & Partner Berlin unterstützt.


18.03.2016

Steuerliche Behandlung von Leistungen im Rahmen der Flüchtlingshilfe

Das Bundesministerium für Finanzen hat sein Schreiben vom November 2014 zu Billigkeitsmaßnahmen im Rahmen der Flüchtlingshilfe ergänzt. Insbesondere werden zwischenzeitlich aufgekommene Fragen zur Umsatzsteuer beantwortet. Diese Regelungen betreffen Einrichtungen, die ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dienen.

1. Zuordnung von Einnahmen zum Zweckbetrieb

Beteiligt sich eine der o.g. Einrichtungen vorübergehend an der Unterbringung, Betreuung, Versorgung oder Verpflegung von Bürgerkriegsflüchtlingen oder Asylbewerbern und erhält diese Körperschaft dafür Entgelte aus öffentlichen Kassen oder von anderen steuerbegünstigten Körperschaften, wird es nicht beanstandet, wenn diese Einnahmen dem Zweckbetrieb zugeordnet werden.

2. Anwendung von umsatzsteuerlichen Vorschriften

Ebenfalls nicht beanstandet wird, wenn umsatzsteuerliche Vorschriften, die auf vergleichbare Leistungen der jeweiligen Einrichtung an andere Leistungsempfänger (z.B. Obdachlose) bereits angewendet werden, auch auf Leistungen dieser Einrichtung, die der Betreuung und Versorgung von Bürgerkriegsflüchtlingen und Asylbewerbern dienen, angewendet werden, wenn Entgelte dafür aus öffentlichen Kassen oder von anderen steuerbegünstigten Körperschaften gezahlt werden. Es gilt der ermäßigte Steuersatz für Zweckbetriebe. Darüber hinaus können Leistungen beispielsweise nach § 4 Nr.  18 UStG steuerbefreit sein, wenn die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind.

Die Steuerbefreiung nach § 4 Nr. 18 UStG gilt insbesondere auch dann, wenn Flüchtlinge nicht ausdrücklich zu dem nach der Satzung des Leistenden begünstigten Personenkreis gehören. Unter die Steuerbefreiung fallen ebenfalls Personengestellungsleistungen zwischen begünstigten Einrichtungen untereinander zum Zwecke der Flüchtlingshilfe sowie die Lieferung von Speisen und Getränken in Flüchtlingsunterkünften, sofern die Einrichtung bereits bisher steuerfreie Mahlzeitendienste erbringt.

3. Umsatzsteuerliche Behandlung von Kostenersatz

Die umsatzsteuerliche Behandlung des Kostenersatzes durch Gebietskörperschaften an steuerbegünstigte Einrichtungen für den Bezug von Einrichtungsgegenständen und sonstigen Leistungen (z.B. Renovierung von Wohnungen) ist von der konkreten Ausgestaltung des Sachverhaltes abhängig:

Erfolgt der Bezug im Rahmen eines Gesamtvertrages (z.B. über die Einrichtung und den Betrieb einer Flüchtlingsunterkunft), so fallen diese Leistungen bei Vorliegen der weiteren Voraussetzungen unter die Steuerbefreiung des § 4 Nr. 18 UStG.

Liegt eine konkrete Lieferung (z.B. von Möbeln) unabhängig von einem Gesamtbetreibervertrag vor, so unterliegt diese grundsätzlich weiterhin der Umsatzsteuer nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG. Es kann unter den Voraussetzungen des § 12 Abs. 2 Nr. 8 UStG die Anwendung des ermäßigten Steuersatzes in Betracht kommen.

Die genannten Billigkeitsregelungen gelten für die Veranlagungszeiträume 2014 bis 2018. Die Anwendung der genannten Steuerbefreiungsregelungen hat dabei für alle gleichartigen Leistungen einheitlich zu erfolgen. Systembedingt entfällt dann der Vorsteuerabzug für damit in Zusammenhang stehende Eingangsleistungen.


Sprechen Sie uns bei Fragen oder weiterem Beratungsbedarf an – wir unterstützen Sie gern:

Dr. Dirk Schwenn
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht, Partner

Tel. Sekretariat: 040 / 37 601 - 23 48
dirk.schwenn(at)schomerus.de


Jasmin Schwunk
Wirtschaftsprüferin

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